verschiedene Kassen
Der Begriff Kasse ist Synonym für mehrere Bedeutungen. Erstens gibt es die Krankenkasse. Hier werden von Arbeitnehmern Beiträge eingezahlt, Behandlungen bei Ärzten werden dann von der Krankenkasse übernommen. Bei dem System in Deutschland handelt es sich um ein Solidarsystem. Zweitens gibt es auch öffentliche Kassen. Ämter werden als Kasse bezeichnet, wenn Leistungen gewährt werden. Eine öffentliche Kasse sind zum Beispiel Stadt- Gemeinde- und Kreiskassen. Von der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit wird das Kindergeld ausgezahlt. Als nächstes gibt es in Unternehmen auch die Handkasse. Hieraus können kleinere Barauszahlungen für z.B. Porto entnommen werden. Auch kleinere Beträge für Bürobedarf, die von Mitarbeitern ausgelegt wurden, können aus dieser Kasse erstattet werden. Außerdem existiert auch in manchen Betrieben eine sogenannte schwarze Kasse. Schwarzgeld wird so genannt, wenn Einnahmen nicht ordnungsgemäß versteuert oder durch nicht legale Tätigkeiten erarbeitet werden. Fünftens ist die Bürokasse eine Kasse, die mit den Betriebsabläufen nichts zu tun hat. Hier tun sich mehrere Mitarbeiter zusammen und bestücken die Kasse regelmäßig mit bestimmten Geldbeträgen. Diese Einnahmen werden häufig genutzt, um den gemeinsamen Kaffeekonsum zu finanzieren. Desweiteren können hiermit Ausflüge, Partys oder andere Aktivitäten finanziert werden. An dieser Stelle komme ich nun zu den wirklich interessanten Kassen: Im Handel und im Dienstleistungsgewerbe haben Betriebe mit Bargeldgeschäften zu tun. Da ist es sinnvoll, eine Kasse zu betreiben, die alle Verkaufsvorgänge aufsummiert. Die Kasse ist der Ort in einem Geschäft, wo das Verkaufsgeschäft mit Bargeld, Schecks oder Kreditkarten erledigt wird. Dieser Ort im Laden wird auch Point of Sale genannt, POS-Kassensysteme sind hier in aller Regel installiert. In Supermärkten und Warenhäusern sind meist Kassensysteme in Betrieb, die mit einer Kassensoftware nicht nur jede einzelne Kasse im Gebäude abrechnen, sondern auch alle Abteilungen und deren Umsätze miteinander vergleichen kann. Statistiken sind kein Problem für eine moderne Kassensoftware. Neueste Entwicklungen seitens der Kassenhersteller sind sogenannte SB-Kassen, die ohne Personal als SB-Kasse funktionieren. Mobile Kassensysteme sind bestens geeignet, in der Gastronomie und in der Hotelbranche eingesetzt zu werden. Im Restaurant kann der Kellner mit einer mobilen Kasse die Bestellung eines Gastes erfassen und mit Hilfe einer Funkverbindung an die Küche leiten. Dort wird über einen Bondrucker die Bestellung ausgegeben und es kann sofort mit der Zubereitung begonnen werden. Ein weiterer Übertrag per Funk leitet die Bestellung zur Kassensoftware, die in einer Datenbank alles bis zur Rechnungsstellung zwischenspeichert. Netzwerkkassen sind ebenfalls mit einer umfangreichen Kassensoftware ausgestattet. Eine Netzwerkkasse könnte ideal im Hotel eingesetzt werden, weil hiermit sämtliche Betriebsbereiche miteinander verbunden werden können. Es kommt letztendlich aber auf die Betriebsart und die Betriebsgröße an, mit welcher Kasse gearbeitet wird. Im Prinzip erfüllen alle auf dem Markt angebotenen Geräte die gesetzlichen Bestimmungen, so dass auch jeder Betrieb individuell ausgestattet werden kann.
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